Unternehmensführung

BAFA-Förderung für Personalgewinnung — Bis zu 80% Zuschuss für Ihr Unternehmen

Stefan Nabel14 min Min. Lesezeit

KMU in Mecklenburg-Vorpommern können sich bis zu 80 % der Kosten für professionelle Beratung bei der Personalgewinnung vom Staat erstatten lassen — über die BAFA-Förderung. Die meisten Unternehmer wissen das nicht oder scheuen den vermeintlichen Aufwand. Dabei ist der Weg zur Förderung einfacher als gedacht und kann Ihnen Tausende Euro sparen, während Sie gleichzeitig qualifizierte Mitarbeiter finden.

Dieser Artikel erklärt Ihnen alles, was Sie über die BAFA-Förderung wissen müssen: Wer gefördert wird, was gefördert wird, wie hoch der Zuschuss ist und wie Sie ihn beantragen. Mit konkreten Beispielen aus unserer Praxis als BAFA-gelisteter Berater seit 2024.

80 %
Zuschuss für KMU in den neuen Bundesländern
4.400 €
Maximaler Förderbetrag pro Beratung
12.000+
Bewilligte Beratungsförderungen pro Jahr
Quelle: BAFA-Statistik

Was ist die BAFA-Förderung und warum sollten Sie sie kennen?

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert im Rahmen des Programms „Förderung unternehmerischen Know-hows" Beratungsleistungen für kleine und mittlere Unternehmen. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit von KMU zu stärken — und dazu gehört ausdrücklich auch die Personalgewinnung.

Die Förderung deckt bis zu 80 % der Beratungskosten ab, wenn Ihr Unternehmen in den neuen Bundesländern — also auch in Mecklenburg-Vorpommern — ansässig ist. In den alten Bundesländern liegt der Zuschuss bei bis zu 50 %. Bei einem maximalen Beratungshonorartag von 1.100 Euro und bis zu 5 Beratungstagen ergibt sich ein Förderbetrag von bis zu 4.400 Euro.

Laut BAFA-Statistik wurden im vergangenen Jahr über 12.000 Beratungsförderungen bewilligt. Dennoch nutzen viele KMU das Programm nicht — oft aus Unkenntnis oder weil sie den bürokratischen Aufwand überschätzen. In Wahrheit dauert der Antragsprozess in den meisten Fällen wenige Stunden, nicht Tage.

Die meisten KMU nutzen die BAFA-Förderung nicht — oft aus Unkenntnis oder weil sie den bürokratischen Aufwand überschätzen. In Wahrheit dauert der Antragsprozess wenige Stunden, nicht Tage.

Wer wird gefördert? Voraussetzungen im Überblick

Nicht jedes Unternehmen kann die BAFA-Förderung in Anspruch nehmen. Hier sind die Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen.

Unternehmensgröße

Gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft sowie Angehörige der Freien Berufe. Die EU-Definition von KMU gilt: weniger als 250 Beschäftigte, Jahresumsatz unter 50 Millionen Euro oder Bilanzsumme unter 43 Millionen Euro. In der Praxis fallen die allermeisten Unternehmen in MV unter diese Grenze — vom Handwerksbetrieb mit 5 Mitarbeitern bis zum mittelständischen Produktionsunternehmen mit 200 Angestellten.

Unternehmensalter

Hier gibt es eine wichtige Unterscheidung: Unternehmen, die weniger als ein Jahr am Markt sind (Jungunternehmen), und Unternehmen, die länger als ein Jahr bestehen (Bestandsunternehmen). Beide Gruppen sind förderfähig, jedoch gelten leicht unterschiedliche Konditionen. Bestandsunternehmen — also die große Mehrheit — können die volle Förderung in Anspruch nehmen.

Sitz in Deutschland

Das Unternehmen muss seinen Sitz in Deutschland haben. Für die erhöhte Förderquote von 80 % muss der Sitz in einem der neuen Bundesländer liegen: Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen. Das ist ein klarer Standortvorteil für Unternehmen in MV.

Keine Ausschlusskriterien

Nicht gefördert werden unter anderem: Unternehmen in Schwierigkeiten im Sinne der EU-Leitlinien, Beratungsunternehmen selbst, gemeinnützige Organisationen und Unternehmen, die bereits die maximale De-minimis-Beihilfe ausgeschöpft haben. Für die allermeisten KMU in MV treffen diese Ausschlusskriterien nicht zu.

Eine kurze Checkliste: Sie haben weniger als 250 Mitarbeiter, sind länger als ein Jahr am Markt, haben Ihren Sitz in MV und sind ein gewerbliches Unternehmen? Dann sind Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit förderfähig.

Schnell-Check: Sind Sie förderfähig?

Wenn Sie alle vier Punkte mit Ja beantworten können, steht Ihrem Antrag nichts im Weg:

  • Weniger als 250 Mitarbeiter (KMU nach EU-Definition)
  • Länger als 1 Jahr am Markt (Bestandsunternehmen)
  • Unternehmenssitz in Deutschland (für 80 %: neue Bundesländer)
  • Gewerbliches Unternehmen oder Freier Beruf (keine gemeinnützige Organisation)

Was wird gefördert? Leistungen und Umfang

Die BAFA-Förderung deckt Beratungsleistungen ab, die Ihr Unternehmen in verschiedenen Bereichen stärken. Für die Personalgewinnung relevante Beratungsthemen sind:

Strategische Personalplanung

Wie viele Mitarbeiter brauchen Sie in welchen Bereichen? Welche Qualifikationen werden in den nächsten Jahren benötigt? Wie können Sie Engpässe frühzeitig erkennen und gegensteuern? Diese strategischen Fragen sind der Ausgangspunkt für jede erfolgreiche Personalgewinnung.

Analyse und Optimierung des Bewerbungsprozesses

Wo verlieren Sie Bewerber? Warum funktionieren Ihre bisherigen Methoden nicht? Wie können Sie den Prozess vereinfachen und beschleunigen? Unsere Erfahrung aus über 450 Projekten zeigt: Die meisten Unternehmen haben 3–5 konkrete Schwachstellen in ihrem Bewerbungsprozess, die sich mit überschaubarem Aufwand beheben lassen.

Aufbau einer Arbeitgebermarke

Wie positionieren Sie sich als attraktiver Arbeitgeber in Ihrer Region? Was macht Sie besonders? Wie kommunizieren Sie das nach außen? Diese Beratung bildet die Grundlage dafür, langfristig qualifizierte Bewerber anzuziehen — statt für jede einzelne Stelle von vorn anzufangen.

Digitale Sichtbarkeit und Personalmarketing

Wie gestalten Sie Ihre Online-Präsenz so, dass Fachkräfte Sie finden und sich bewerben wollen? Welche digitalen Kanäle sind für Ihre Zielgruppe relevant? Wie erreichen Sie den passiven Arbeitsmarkt, der dreimal größer ist als der aktive?

Mitarbeiterbindung und -entwicklung

Neue Mitarbeiter zu finden ist die eine Seite. Sie zu halten die andere. Beratung zu Mitarbeiterbindung, Onboarding und Personalentwicklung ist ebenfalls förderfähig und macht Ihre Investition in die Personalgewinnung nachhaltiger.

⚠️Wichtig: Beratung vs. Umsetzung

Nicht gefördert werden reine Umsetzungsleistungen wie das Schalten von Stellenanzeigen oder die Durchführung von Kampagnen. Die Förderung bezieht sich auf die Beratung — also Analyse, Strategie und Konzeption. In der Praxis lassen sich Beratung und Umsetzung aber gut kombinieren.

So hoch ist der Zuschuss — bis zu 80 %

Hier die konkreten Zahlen, die für Sie als Unternehmen in MV relevant sind.

Fördersätze nach Region

Für ein Unternehmen in MV bedeutet das: Bei einem Beratungshonorar von 5.500 Euro (5 Tage à 1.100 Euro) zahlen Sie nur 1.100 Euro selbst — den Rest übernimmt die BAFA. Das ist professionelle Beratung für die Kosten einer einzigen Stellenanzeige auf einer großen Jobbörse.

Mehrfache Inanspruchnahme

Sie können die Förderung für verschiedene Beratungsthemen in Anspruch nehmen. Wenn Sie also dieses Jahr eine Beratung zur Personalgewinnung fördern lassen, können Sie im nächsten Jahr eine Beratung zur Digitalisierung oder Prozessoptimierung beantragen. Die Gesamtförderhöhe innerhalb von drei Jahren ist auf 17.500 Euro gedeckelt.

De-minimis-Regelung

Die BAFA-Förderung fällt unter die De-minimis-Verordnung der EU. Das bedeutet: Innerhalb von drei Jahren darf ein Unternehmen maximal 300.000 Euro an staatlichen Beihilfen erhalten (inklusive aller anderen Förderprogramme). Für die allermeisten KMU ist diese Grenze kein Problem.

Der Weg zur Förderung — Schritt für Schritt

Der Antragsprozess ist einfacher, als die meisten Unternehmer denken. Hier der genaue Ablauf.

Erstgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner

Bevor Sie den Antrag stellen, müssen Sie ein kostenloses Erstgespräch mit einem sogenannten Regionalpartner führen. In MV sind das unter anderem die IHK und die Handwerkskammern. Dieses Gespräch dauert in der Regel 30–60 Minuten und dient dazu, Ihren Beratungsbedarf festzustellen.

BAFA-gelisteten Berater auswählen

Nach dem Erstgespräch wählen Sie einen BAFA-gelisteten Berater. Das ist wichtig: Nur Berater, die beim BAFA registriert sind, können geförderte Beratungen durchführen. Nabel des Nordens ist seit 2024 als BAFA-Berater gelistet und hat Erfahrung mit dem gesamten Förderprozess.

Antrag online stellen

Der Antrag wird über das elektronische Antragsportal des BAFA gestellt — vor Beginn der Beratung. Das ist ein kritischer Punkt: Sie dürfen die Beratung nicht beginnen, bevor der Antrag gestellt ist. Die Antragstellung selbst dauert etwa 1–2 Stunden und erfordert grundlegende Unternehmensangaben, den De-minimis-Nachweis und die Bestätigung des Regionalpartners.

Bewilligungsbescheid abwarten

Nach Antragstellung erhalten Sie einen Bewilligungsbescheid vom BAFA. Die Bearbeitungszeit variiert, liegt aber in der Regel bei 2–4 Wochen. Erst nach Erhalt des Bescheids darf die Beratung beginnen.

Beratung durchführen

Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit. Die Beratung wird durchgeführt, dokumentiert und in einem Beratungsbericht zusammengefasst. Der Berater erstellt den Bericht, Sie müssen ihn lediglich gegenzeichnen.

Verwendungsnachweis einreichen

Nach Abschluss der Beratung reichen Sie den Verwendungsnachweis beim BAFA ein — inklusive Beratungsbericht, Rechnung und Zahlungsnachweis. Auch das läuft über das Online-Portal. Der Zuschuss wird dann direkt auf Ihr Konto überwiesen.

In der Praxis begleiten wir unsere Kunden durch den gesamten Prozess. Vom Erstgespräch über die Antragstellung bis zum Verwendungsnachweis — damit Sie sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren können.

BAFA-Förderung und Personalgewinnung kombinieren

Hier wird es besonders interessant für Unternehmen mit akutem Fachkräftemangel. Denn die BAFA-Förderung lässt sich ideal mit konkreten Maßnahmen zur Personalgewinnung verbinden.

Das Modell in der Praxis

Stellen Sie sich vor: Sie haben drei offene Stellen, die seit Monaten nicht besetzt sind. Sie nutzen die BAFA-Förderung für eine professionelle Beratung zu Ihrer Personalgewinnungsstrategie. Im Rahmen dieser Beratung analysieren wir Ihren bisherigen Prozess, entwickeln eine Strategie für Ihre Zielgruppe und Ihre Region und erstellen ein konkretes Umsetzungskonzept.

80 % der Beratungskosten werden vom BAFA übernommen. Die anschließende Umsetzung — also die eigentliche Kampagne, um Bewerbungen zu generieren — zahlen Sie regulär. Aber: Durch die geförderte Beratung wissen Sie genau, welche Maßnahmen sinnvoll sind und welche nicht. Sie investieren gezielt statt nach dem Gießkannenprinzip.

Warum das besonders für KMU in MV sinnvoll ist

Viele kleine Unternehmen in MV haben kein eigenes Personalwesen und keine Erfahrung mit moderner Personalgewinnung. Die BAFA-Förderung ermöglicht ihnen den Zugang zu professioneller Beratung, den sie sich sonst nicht leisten würden. Bei Nabel des Nordens haben wir über 300 Unternehmen betreut und dabei mehr als 16.000 Bewerbungen generiert — dieses Wissen wird über die Förderung zugänglich.

Ein konkretes Rechenbeispiel: Die Beratung kostet 5.500 Euro. Davon zahlen Sie 1.100 Euro (20 %). Die anschließende Kampagne kostet beispielsweise 3.000 Euro. In der Summe investieren Sie 4.100 Euro und erhalten professionelle Beratung plus Umsetzung, die Ihnen innerhalb weniger Wochen qualifizierte Bewerbungen bringt. Zum Vergleich: Eine unbesetzte Stelle kostet ein Unternehmen laut Studien durchschnittlich 29.000 Euro pro Jahr an entgangener Produktivität.

Ohne BAFA-Förderung
    Mit BAFA-Förderung

      Die Garantie dazu

      Bei Nabel des Nordens arbeiten wir mit einer klaren Garantie: Mindestens 10 qualifizierte Bewerbungen oder 1 Einstellung — oder Geld zurück. Das ist keine leere Versprechung, sondern basiert auf über 450 durchgeführten Projekten. Die ersten Bewerbungen kommen typischerweise innerhalb von 7 Tagen nach Kampagnenstart.

      450+
      Durchgeführte Projekte
      16.000+
      Generierte Bewerbungen
      300+
      Betreute Unternehmen
      7 Tage
      Erste Bewerbungen nach Kampagnenstart

      Praxisbeispiel: So hat ein Unternehmen in MV profitiert

      Ausgangssituation

      Ein mittelständisches Unternehmen in Vorpommern — 45 Mitarbeiter, produzierende Industrie — suchte seit über 6 Monaten erfolglos nach zwei Fachkräften. Stellenanzeigen auf Jobbörsen brachten vereinzelt Bewerbungen, aber keine passenden Kandidaten. Die Geschäftsführung war frustriert und sah keine Lösung.

      Der Weg zur Förderung

      Im Erstgespräch klärten wir die Förderfähigkeit — alles positiv: KMU, Sitz in MV, mehr als ein Jahr am Markt. Der BAFA-Antrag wurde innerhalb einer Woche gestellt und nach 3 Wochen bewilligt.

      Die Beratung

      In 5 Beratungstagen analysierten wir den gesamten Personalgewinnungsprozess des Unternehmens. Die Ergebnisse: Die Stellenanzeigen sprachen die falsche Zielgruppe an, der Bewerbungsprozess war zu kompliziert, und das Unternehmen war online praktisch unsichtbar für potenzielle Bewerber. Wir entwickelten eine konkrete Strategie mit Zeitplan und Maßnahmenpaket.

      Die Umsetzung

      Auf Basis der Beratung wurde eine gezielte Kampagne aufgesetzt — mit einem vereinfachten Bewerbungsprozess, einer mobiloptimierten Bewerbungsseite und einer gezielten Ansprache passiver Kandidaten in der Region.

      Das Ergebnis

      Innerhalb von 5 Wochen gingen 28 Bewerbungen ein. Beide Stellen wurden besetzt. Die Gesamtkosten für das Unternehmen: 1.100 Euro für die Beratung (nach BAFA-Zuschuss) plus 2.800 Euro für die Kampagne — zusammen 3.900 Euro für zwei besetzte Stellen. Zum Vergleich: Die 6 Monate erfolglose Suche über Jobbörsen hatte bereits über 4.000 Euro gekostet — ohne Ergebnis.

      Vorher: 6 Monate Jobbörsen
        Nachher: Mit BAFA + Nabel des Nordens

          Häufige Fehler beim BAFA-Antrag vermeiden

          Damit Ihr Antrag reibungslos durchgeht, sollten Sie diese häufigen Fehler kennen und vermeiden.

          Fehler 1: Beratung vor Antragstellung beginnen

          Der häufigste und schwerwiegendste Fehler: Sie beginnen die Beratung, bevor der Antrag gestellt ist. Das führt automatisch zur Ablehnung. Die Reihenfolge ist zwingend: Erst Erstgespräch, dann Antrag, dann Bewilligungsbescheid, dann Beratung.

          Fehler 2: Keinen BAFA-gelisteten Berater wählen

          Nur Berater, die beim BAFA registriert sind, können geförderte Beratungen durchführen. Prüfen Sie das vor Beauftragung. Nabel des Nordens ist seit 2024 gelistet — Sie können das in der BAFA-Beraterdatenbank verifizieren.

          Fehler 3: Erstgespräch vergessen

          Das Erstgespräch mit einem Regionalpartner (IHK, HWK etc.) ist Pflicht. Ohne die Bestätigung dieses Gesprächs wird der Antrag abgelehnt. Planen Sie dieses Gespräch frühzeitig ein — Wartezeiten von 1–2 Wochen sind möglich.

          Fehler 4: De-minimis-Erklärung unvollständig

          Sie müssen angeben, welche staatlichen Beihilfen Ihr Unternehmen in den letzten drei Jahren erhalten hat. Vergessen Sie keine Förderungen — auch Zuschüsse aus anderen Programmen zählen. Eine unvollständige Erklärung kann zur Rückforderung des Zuschusses führen.

          Fehler 5: Fristen versäumen

          Nach dem Bewilligungsbescheid haben Sie in der Regel 6 Monate Zeit, die Beratung durchzuführen und den Verwendungsnachweis einzureichen. Verpassen Sie diese Frist nicht. Setzen Sie sich direkt nach Erhalt des Bescheids Erinnerungen.

          Fehler 6: Unzureichende Dokumentation

          Der Beratungsbericht muss den Beratungsinhalt, die Ergebnisse und die Handlungsempfehlungen klar dokumentieren. Ein zu allgemeiner oder zu kurzer Bericht kann zu Nachfragen oder Kürzungen führen. Arbeiten Sie mit einem erfahrenen Berater zusammen, der den BAFA-Prozess kennt.

          💡Die 3 wichtigsten Regeln für Ihren BAFA-Antrag
          1. Reihenfolge einhalten: Erstgespräch → Antrag → Bewilligung → Beratung. Niemals vorher starten.
          2. Nur BAFA-gelistete Berater beauftragen — prüfen Sie das in der offiziellen Beraterdatenbank.
          3. Fristen im Blick behalten: 6 Monate nach Bewilligung für Durchführung und Verwendungsnachweis.

          Weitere Förderprogramme im Überblick

          Neben der BAFA-Förderung gibt es weitere Programme, die für KMU in MV relevant sein können.

          Landesförderung MV

          Mecklenburg-Vorpommern bietet eigene Förderprogramme für Unternehmen — unter anderem für Digitalisierung, Innovation und Fachkräftesicherung. Diese können teilweise mit der BAFA-Förderung kombiniert werden (Kumulierungsregeln beachten).

          KfW-Förderkredite

          Für größere Investitionen in die Personalgewinnung — etwa den Aufbau einer eigenen Personalabteilung oder die Entwicklung einer Karriereplattform — bietet die KfW zinsgünstige Kredite.

          Europäischer Sozialfonds (ESF)

          Der ESF fördert Maßnahmen zur Qualifizierung und Weiterbildung von Mitarbeitern. Wenn Sie bestehende Mitarbeiter weiterentwickeln und so interne Aufstiege ermöglichen, können Sie die frei werdenden Einstiegspositionen leichter besetzen.

          Die Förderlandschaft ist komplex — aber genau dafür gibt es Berater. In unserer Arbeit mit über 300 Unternehmen haben wir umfangreiche Erfahrung mit verschiedenen Förderprogrammen gesammelt und helfen Ihnen, das optimale Paket für Ihre Situation zu schnüren.

          Warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist

          Der Fachkräftemangel in MV wird sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Die demografische Entwicklung ist eindeutig: Mehr Renteneintritten stehen weniger Berufseinsteiger gegenüber. Unternehmen, die jetzt in ihre Personalgewinnung investieren, sichern sich einen entscheidenden Vorsprung.

          Gleichzeitig ist die BAFA-Förderung in der aktuellen Form nicht unbegrenzt verfügbar. Förderprogramme werden regelmäßig überarbeitet und angepasst. Was heute mit 80 % bezuschusst wird, kann morgen anders aussehen. Nutzen Sie die aktuelle Fördersituation, solange sie besteht.

          Und die Zahlen sprechen für sich: Aus über 450 Projekten und mehr als 16.000 generierten Bewerbungen wissen wir, dass die Kombination aus professioneller Beratung und gezielter Umsetzung funktioniert. Die BAFA-Förderung macht diesen Weg auch für kleine Unternehmen mit begrenztem Budget zugänglich.

          Eine unbesetzte Stelle kostet ein Unternehmen durchschnittlich 29.000 Euro pro Jahr an entgangener Produktivität. Die BAFA-geförderte Beratung plus Umsetzung kostet einen Bruchteil davon.
          Aus der Praxis

          FAQ — Häufig gestellte Fragen

          Wie lange dauert der gesamte Förderprozess von Antrag bis Auszahlung?

          Rechnen Sie mit 3–4 Monaten insgesamt: 1–2 Wochen für das Erstgespräch, 2–4 Wochen für die Bewilligung, dann die Beratungsphase (abhängig von Ihrem Zeitplan) und schließlich 4–6 Wochen für die Auszahlung nach Einreichung des Verwendungsnachweises.

          Kann ich als Einzelunternehmer die Förderung nutzen?

          Ja, auch Einzelunternehmer und Freiberufler sind förderfähig, sofern sie die KMU-Kriterien erfüllen und länger als ein Jahr am Markt sind. Die Förderung ist nicht auf Unternehmen mit Angestellten beschränkt.

          Was passiert, wenn mein Antrag abgelehnt wird?

          Ablehnungen sind selten, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind und der Antrag korrekt gestellt wurde. Die häufigsten Gründe für eine Ablehnung sind: fehlendes Erstgespräch, Überschreitung der De-minimis-Grenze oder Antragstellung nach Beratungsbeginn. Arbeiten Sie mit einem erfahrenen BAFA-Berater zusammen, um diese Fehler zu vermeiden.

          Muss ich in Vorleistung gehen?

          Ja — Sie zahlen zunächst das volle Beratungshonorar an den Berater und erhalten den Zuschuss nach Einreichung des Verwendungsnachweises vom BAFA erstattet. Die Auszahlung erfolgt in der Regel innerhalb von 4–6 Wochen nach Einreichung.

          Kann ich die Förderung mehrfach nutzen?

          Ja, Sie können die Förderung für verschiedene Beratungsthemen in Anspruch nehmen. Innerhalb von drei Jahren ist die Gesamtförderhöhe auf 17.500 Euro gedeckelt. Sie könnten also dieses Jahr eine Beratung zur Personalgewinnung und nächstes Jahr eine Beratung zur Digitalisierung fördern lassen.

          Welche Unterlagen brauche ich für den Antrag?

          Sie benötigen: Handelsregisterauszug oder Gewerbeanmeldung, De-minimis-Erklärung (eine Aufstellung aller staatlichen Beihilfen der letzten 3 Jahre), die Bestätigung des Erstgesprächs mit dem Regionalpartner und grundlegende Unternehmensangaben (Mitarbeiterzahl, Umsatz, Branche). Ihr BAFA-Berater hilft Ihnen bei der Zusammenstellung.

          Wie finde ich einen geeigneten BAFA-Berater für Personalgewinnung?

          Auf der BAFA-Website gibt es eine öffentliche Beraterdatenbank, in der Sie nach Region und Beratungsthema filtern können. Achten Sie darauf, einen Berater zu wählen, der nachweisliche Erfahrung in der Personalgewinnung hat — nicht jeder BAFA-Berater ist auf dieses Thema spezialisiert. Nabel des Nordens ist seit 2024 gelistet und hat über 300 Unternehmen bei der Personalgewinnung betreut, mit über 16.000 generierten Bewerbungen als Nachweis.

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